Chinesische Heilpflanzen-Behandlung Für die Herstellung der in der traditionellen chinesischen Medizin verwendeten Arzneimittel werden pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe herangezogen. In Asien werden mehr als 5.000 Pflanzenarten und 1.500 Tierarten (968 davon Wirbeltiere) verwendet. In Europa beschränkt sich die Arzneitherapie meist auf die Phytotherapie, das heißt die Verwendung pflanzlicher Wirkstoffe aus kontrolliertem Anba. Die Arzneimittel werden für den Patienten stets individuell zusammen- gestellt. Verabreicht wird die Arznei meist in Form von Tee oder genauer gesagt als Dekokt, chin. tang (deutsche Übersetzung: "Suppe"). Verschiedene Kräuter werden an den Patienten angepasst und als Rezeptur zusammengemischt. Eine typische Rezeptur besteht aus 4 bis 15 Kräutern, kann aber je nach Störung auch bis zu 30 Kräuter enthalten. Ein Grundsatz der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) ist die Erkenntnis, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Deshalb werden einzelne Kräuter und Substanzen in der Regel miteinander kombiniert. Jeder Patient erhält so ein individuell auf ihn und seine Krankheitssituation abgestimmtes Rezept.