.... das Spiel Go eigentlich in

China vor mehr als 2.500 Jahren

erfunden wurde und dort Weiqi

heißt?

Chinesischen Legenden zufolge

soll es vom mythischen Urkaiser

Yao (2333 – 2233 v. Chr.) erfun-

den worden sein, um seinem Sohn

astronomische Konstellationen zu

erklären.

Doch den Sohn fand die

Spielsteine viel interessanter,

schon soll das Weiqi-Spiel gebo-

ren worden sein. Gesicherte

Hinweise auf die Existenz des

Spiels sind rund 2500 Jahre alt

und stammen aus der Zeit der

Streitenden Reiche.

... die erste E-Mail aus China

1987 an die Universität Karlsruhe

ging und damit den Startschuss für

das Internet inVolksrepublik China

markierte? Erst 1994 nahm dann

die Entwicklung Fahrt auf und hat

heute einen starken Einfluss auf

die chinesische Jugendkultur.

... es keine einzelne chinesi-

sche Sprache gibt, sondern

viele verschiedene, deren

Sprecher sich aber über die ein-

heitliche Schrift verständigen

können?

Chinesisch in der einen oder an-

deren Variante wird heute von

ca. 1,2 Milliarden Menschen ge-

sprochen. Neben dem

Hochchinesisch (Putonghua)

gibt es im Chinesischen eine

ganze Reihe von Dialekten, die

sich grob in nordchinesische und

südchinesische Dialekte untertei-

len lassen.

Trotz der gravierenden Unterschiede z. B. des Hochchinesischen und des Kantonesischen können Sprecher der Chinesische Sprachen die gleichen Texte verstehen .

mithilfe des Spiels Tischtennis

die diplomatischen Beziehungen

von China und den USA verbessert

werden konnten?

Während der Tischtennis-weltmeis-

terschaft 1971 in Nagoya (Japan)

lud China die amerikanischen

Tischtennisspieler nach Peking ein,

dessen Besuch weitere Treffen von

hochrangigen Politikern folgten,

wodurch Spannungen abgebaut

und die Beziehungen verbessert

wurden. Diese Ereignisse sind

heute unter dem Begriff Ping-

Pong-Diplomatie bekannt.

… die Miao (chinesisch , Pinyin

Miáozú) ein indigenes Volk Chinas

sind.

Sie leben hauptsächlich in den be-

waldeten Berggebieten Südchinas

und zählen 9.426.007 Menschen

(Zensus 2010). Außerhalb Chinas

als Hmong oder Mo bekannte

Volksgruppen sind innerhalb Chinas

als Teilgruppen der übergreifenden

Miao-Nationalität zugeordnet.

... dass Chinesisch eine

Tonsprache ist ? Mit der

Eigenschaft einer Tonsprache ist

eine Änderung im Ton auch mit

einer Änderung der Bedeutung

des Wortes verbunden. Das

Hochchinesische verfügt über

vier solcher Töne; der neutrale

Ton wird manchmal als fünfter

gezählt.

.. . Das es auch chinesische

Zungenbrecher gibt, wird die wenigs-

ten über-raschen, viele halten die chi-

nesische Sprache ja für den

Zungenbrecher schlechthin.

Bei diesen Zungenbrechern haben

sogar Chinesen ihre Schwierigkeiten.

Der chinesische Zungenbrecher in

Pinyin. Shíshì shī shì shī shì shì shī Shì shí shí shī Shì shíshí shì shì shì shī Shí shí Shì shí shī shì Shì shí Shì shī shì shì shì Shì shì shí shī Shì sh shì Sh shì shí shī shìshì Shì shi shì shí shī shī Shì shíshì Shíshì shī Shì sh shì shì shíshì Shíshì shì Shì sh shì shí shí shī shī Shí shí Sh shi shì shì shíshī shī shí shí shí shī shī

... der in „Asia-Restaurants“ gern

gereichte Glückskeks in China völ-

lig unbekannt ist?

Das Süßgebäck stammt aus

Kalifornien und wurde dort vor etwa

einhundert Jahren als Marketing-

Idee entwickelt.

… in China andere Handgesten

verwendet werden, um Zahlen an-

zuzeigen? So kann eine 10 mit

zwei Händen gezeigt werden

indem mit den Zeigefingern ein

Kreuz gebildet wird, eine bildliche

Darstellung des Schriftzeichens

shí für „Zehn“.

Eine 8 wird dagegen mit einem

gestreckten Daumen und

Zeigefinger gezeigt, während die

anderen Finger in die Handfläche

geschlossen werden.

.. Mao Zedong wohl nur unter

Anstrengungen Hochchinesisch

sprechen konnte und das mit star-

kem Akzent?

Es wird sogar behauptet, daß ein

Schüler des Chinesischen nach

einem Jahr die Sprache besser be-

herrschen kann, als der Vorsitzende

selbst. Mao Zedong selbst wuchs in

der Provinz Hunan auf und sprach

daher Xiang.

... die aus tausenden chinesi-

scher Schriftzeichen beste-

hende chinesische Schrift, die

als das älteste noch in Gebrauch

befindliche Schriftsystem der Welt

gilt, und noch heute benutzt wird.

.. dieses Sprichwort "Ein Bild sagt

mehr als tausend Worte" ist nicht

chinesisch und es lässt sich sogar

auf den Tag datieren, wann es in

Umlauf gesetzt wurde und zwar am

8. Dezember 1921.

Yī huà shèng qiān yán. (ein + Bild +

übertreffen + tausend + Worte)

Damals veröffentlichte Fred R.

Barnard in einer US-amerikani-

schen Zeitschrift der Werbebranche

eine Anzeige mit dem Slogan „One

Look is

Worth A Thousand Words“ ...

... chinesische Nachnamen

meist nur aus einem Zeichen be-

stehen, und es viele Menschen

gibt, die den gleichen Namen tra-

gen, Verwechslungen daher un-

umgänglich sind und es deshalb

schon Reform-vorschläge gibt?

Wer weiß wieviele Wáng Měijuān

(chin. ) es noch gibt, denn ihre

Nachname Wáng fällt in die glei-

che Klasse wie die hiesigen Müller

und Richter. Mit Berücksichtigung

der Bevölkerungssituation Chinas,

lassen sich die Probleme erah-

nen, wenn es in der Durchsage

des Stadionsprachers heißt,

Wáng Měijuān möge ihren Wagen

wegfahren, da er die

Feuerwehrzufahrt blockiert

...warum heißt Ding beziehungsweise Sache auf Chinesisch wörtlich übersetzt „Osten-

Westen” und nicht „Süden-Norden“ (nánběi) oder gar ganz anders?

dōngxi (wörtlich: Osten-Westen) Ding, Sache. Es gibt natürlich Sprachwissenschaftler,

die den Begriff von der Aussprache her ableiten, aber die für uns interessantere

Erklärung ist folgende:

Der Philosoph Zhū Xī (, 1130 - 1200) traf eines Tages auf der Straße seinen Freund

Sheng Wenhe (??) und fragte ihn: „Wohin gehst du?“Sheng antwortete: „Ich gehe

Süden-Norden einkaufen.

Zhū fragte verwundert: „Warum sagst du nicht, dass du Süden-Norden einkaufen gehst?“

Sheng fragte zurück: „Kennst du nicht die fünf Elemente (wxíng)?“

Natürlich kannte Zhū die fünf Elemente, war er doch einer der wichtigsten Gelehrten der

chinesischen Geistesgeschichte. Er ließ es sich also nicht nehmen, die fünf chinesischen

Elemente, die doch jedes Kind kannte, aufzuzählen: „Die fünf Elemente sind

Metall ( jīn), Holz (mù), Wasser (shu),Feuer (hu) und Erde ( t).

Siehst du“, sagte Sheng, „der Osten gehört zum Metall und der Westen zum Holz.

Der Süden wiederum entspricht dem Feuer, der Norden dem Wasser. Wenn ich in mei-

nem Bambuskorb nun den Süden trage, verbrennt er. Gieße ich den Norden in meinen

Korb, sickert er durch.Da ich wohl keine Erde einzukaufen brauche, reichen mir Metall

und Holz.

Beide bleiben im Korb und zerstören ihn nicht. Deshalb kann ich wohl mit Recht sagen,

dass ich Osten-Westen einkaufe.“

Da blieb dem Philosophen Zhū Xī nichts Anderes zu sagen als: „Du hast Recht.“

So kam es, dass die Chinesen bis heute „Osten-Westen“ (dōngxī) einkaufen und nicht

„Süden-Norden“ (nánběi